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"Trotz allem - oder gerade deswegen!"
Führen und geführt werden
„Vielleicht hat jeder von uns zumindest zu gewissen Zeiten oder in bestimmten Phasen des Lebens das Bedürfnis, sich einfach vertrauensvoll jemandem anzuschließen, geführt zu werden, sich Entscheidungen abnehmen zu lassen. Wir kennen auch das andere Bedürfnis in uns: selbst bestimmen zu wollen, wo es lang geht. Oftmals haben wir ja auch die Pflicht, den Weg zu weisen."
(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 27. April 1993, zum Wochenspruch aus Johannes 10,11.27-28)
Wir sind Hirten und Schafe zugleich
2. Sonntag nach Ostern, Misericordias Domini (18. April 2026):
„Das, was uns von den wirklichen Schafen unterscheidet, ist unsere Chance: Wir trotten dem Hirten nicht bewusstseinslos hinterher. Wir haben erkannt und begriffen, was der gute Hirte für uns bedeutet. Der Weg, den er uns weist, ist der Weg der Heilung. Daran glauben wir. In diesem Glauben folgen wir dem guten Hirten bewusst. Seine Leitung machen wir zur unsrigen, sodass er leitet durch uns. Das ist keine vollendete Wirklichkeit, aber doch unser Ziel."
(Andacht vor der Hamburger Synode über Johannes 10,11.27.28 am 13. April 1989)
Sehen und dennoch glauben
Quasimodogeniti, 1. Sonntag nach Ostern (12. April 2026):
„Das mit den Augen Wahrnehmbare ist ambivalent, es ist vieldeutig, es ist auslegungsbedürftig. Dem, was wir mit den Augen wahrnehmen, muss noch der Sinn hinzugefügt werden."
(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 27. April 2003)