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Friede auf Erden allen Menschen!


Wir haben schon jetzt das ewige Leben!

„Dass sich ein Mensch hingegeben hat, um an seiner grenzenlosen Liebe zu uns keinen Zweifel zu lassen, das lernen wir als Erlösung zu begreifen. Die Begrenzungen unseres Lebens sind alle noch da. Aber sie können uns nicht mehr einzwängen. Wir leben frei in den Grenzen, die uns gesetzt sind. Der Geist ist mächtiger als der Leib. Die Liebe ist stärker als alle Kräfte des Todes. Wir leben noch in den Grenzen der Zeit und haben doch schon das ewige Leben.“ 

(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 14. April 1981)


Provokation zum Heil

Palmsonntag (29. März 2026):

"Wie kann aus dem provokanten Einzug Jesu in Jerusalem Heil entstehen? Ich möchte den Einzug Jesu in Jerusalem mit der Verabreichung eines Medikamentes vergleichen. Der Arzt gibt uns ein Medikament, und zwar eines von der Sorte, die den Körper zunächst aufwühlt, die dem Körper durch diese Auseinandersetzung aber hilft, Abwehrkräfte zu entwickeln, d. h. aus sich selbst heraus die Kräfte zu mobilisieren, die den Körper gegen künftige Attacken schützen."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Johannes 12,12-19 am 23. März 1997)


Ende des Opferkultes

Judika, 5. Sonntag in der Passionszeit (22. März 2026):

"Mit seinem Opfer ist der Opferkult beendet. Seitdem dürfen wir bezüglich unserer grundsätzlichen Sündhaftigkeit wissen und glauben, dass uns schon vergeben ist, bevor wir überhaupt gesündigt haben. Wir werden sozusagen schon in die Vergebung hinein geboren. Diese Geburt in die Vergebung hinein - oder schon aus der Vergebung heraus - vollziehen wir rituell in der Taufe. Die Taufe nennen wir deswegen auch eine zweite Geburt. Diese zweite - geistliche - Geburt setzt wie die erste - körperliche - Geburt keine eigene Leistung voraus. Sie ist ein Geschenk."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 28. März 2004)


Natur und Kultur

Lätare, 4. Sonntag in der Passionszeit (15. März 2026):

"Das Weizenkorn ermöglicht durch seinen biologisch sich vollziehenden Tod das biologische Leben weiterer Weizenkörner. Das ist ein Vorgang der Natur. Der von Jesus bewusst eingegangene Tod dagegen eröffnet - durch seine Sinnhaftigkeit - ein neues Leben im übertragenen Sinne, im geistigen und geistlichen Sinne. Das ist ein Vorgang der Kultur."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 30. März 2003)


Die Moral

Okuli, 3. Sonntag in der Passionszeit (8. März 2026):

"Jede Zeit, jede Gesellschaft muss sich neu darauf verständigen, wie sie die Phänomene der menschlichen Natur in menschliche Kultur verwandelt."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Epheser 5,1-8a am 7. März 2010)


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