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Friede auf Erden allen Menschen!


Wir sind erbarmungswürdige Kreaturen

„Das ist die gute Botschaft, die wunderbare Kraft der biblischen Texte, des Neuen Testaments insbesondere: dass sie den Gefallenen aufrichtet, nicht durch eine Vorspiegelung falscher Tatsachen, indem sie den Menschen etwa besser zeichnete als er ist, sondern durch Entlastung."

(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 28. Oktober 1986 zum Wochenspruch aus Psalm 130,4)


„Wie ich mir, so ich dir“

22. Sonntag nach Trinitatis - 1. November 2026 

„Es ist, als bestünden wir aus zwei Persönlichkeiten. Die eine Person in uns hält die Arme weit offen und bittet und fordert: „Gebt mir alles, was ich brauche!“ Die andere Person in uns ist ziemlich verschlossen und abweisend nach dem Motto: „Lasst mich in Ruhe mit euren Wünschen und Forderungen. Ich habe mit mir selbst genug zu tun.“  

(Predigt über Matthäus 18,21-35 in St. Markus, Hamburg-Hoheluft am 26. Oktober 1997)


Herz und Hirn

Reformationstag - 31. Oktober 2026 

"Für uns heute kommt es nun darauf an, dass wir stets beides im Blick haben und ins rechte Verhältnis zu setzen versuchen: Herz und Hirn des Menschen. Was wir als Kirche zu geben haben - die frohe Botschaft, das Evangelium von der Liebe Gottes zu allen Menschen, von seiner Barmherzigkeit und Vergebung, wie sie in Christus anschaulich wird - das ist für den Menschen in seiner Ganzheit und in seiner Mündigkeit bestimmt. Das Evangelium richtet sich an das Herz, aber es möchte auch im Hirn verstanden werden. Und es richtet sich an den Verstand, aber es möchte auch im Herzen bewegt und aus dem Herzen heraus gelebt werden.“ 

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Römer 3,21-28 am 31. Oktober 2008)


Sich mit den Gegebenheiten arrangieren?

21. Sonntag nach Trinitatis - 25. Oktober 2026

„Manchmal, und dies gilt für unser persönliches Leben ebenso, ist es der heilsamere Weg, die ungewünschte und ungewollte Situation anzunehmen, nicht, sich im Widerstand aufzureiben und vielleicht in Verzweiflung gänzlich zugrunde zu gehen, sondern ggf. auch für die Peiniger zu beten und in Geduld zu hoffen, dass Gott eines Tages die Dinge zum Guten wenden wird.“

(Predigt über Jeremia 29,1.4-14 in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 23. Oktober 1988)

 © Wolfgang Nein