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Friede auf Erden allen Menschen!


Eine aufmunternde und mahnende Erinnerung

Der Schmerz kann den Blick für die Schönheiten unseres Daseins verstellen. Wer noch nicht ganz ertrunken ist in seiner Verzweiflung, für den mag das Psalmwort eine Hilfe sein, eine Ermunterung, ein Anstoß zur Erinnerung, der tatsächlich die heilsamen Kräfte freisetzen kann, die in den guten Erfahrungen unseres Lebens verborgen sind. Das Psalmwort ist aber auch eine Ermahnung für den Griesgrämigen, für den Verwöhnten, für den, der alle guten Dinge des Lebens wie selbstverständlich annimmt und sich immer nur dessen bewusst ist, was ihm fehlt."

(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Psalm 103,2 am 9. September 1980)


Die Sorge 

15. Sonntag nach Trinitatis (13. September 2026):

Gottvertrauen ist etwas Vernünftiges. Es ist nichts Naives, nichts Abstruses. Es ist vielmehr eine Haltung, die sich dem bewussten, denkenden und das Leben bejahenden Menschen geradezu aufdrängt."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Matthäus 6,25-34 am 20. September 2009)


Lass dich nicht vom Bösen überwinden …"

25 Jahre nach dem 11. September 2001

"Un­se­re mensch­li­chen Kräf­te rei­chen nicht, den Frie­den auf un­se­rem Erd­ball zu schaf­fen und zu er­hal­ten, wel­che Mit­tel auch im­mer wir an­wen­den. Wir kön­nen nur zweier­lei tun: 
Wir kön­nen um den Frie­den be­ten. Wir kön­nen Gott bit­ten, dass er uns den Frie­den schen­ken mö­ge, nach dem wir uns al­le seh­nen. Das ist das ei­ne.
 

Und das an­de­re ist dies: Wir kön­nen das uns Mög­li­che tun. Wir kön­nen mit un­se­ren be­grenz­ten Mög­lich­kei­ten das tun, von dem wir mei­nen, es sei der rich­ti­ge und gu­te Weg. Was rich­tig und gut ist, da­für gibt uns das Neue Te­sta­ment e­i­nen Leit­fa­den: „Lass dich nicht vom Bö­sen über­win­den, son­dern über­win­de das Bö­se mit Gu­tem.

(Predigt über Römer 12,21 in St. Markus, Hamburg-Hoheluft am 16. September 2001)


Der Heilung eine Chance geben

14. Sonntag nach Trinitatis - 6. September 2026 

Wir sollen gewiss nicht unseren Verstand über Bord werfen. Wir sollen auch nicht unsere Gefühle ignorieren. Aber wir sollen unserem Verstand kein exklusives Recht einräumen, und von den Gefühlen sollen wir uns nicht überwältigen lassen. Was rät uns der Bibeltext? Er macht uns Mut, besonnen und vernünftig und hoffnungsfroh zu glauben.

(Predigt über Lukas 17,11-19 in St. Markus, Hamburg-Hoheluft am 13. September 2009)


Auch Anderen Gutes zutrauen

13. Sonntag nach Trinitatis - 30. August 2026

Geht es uns nicht manchmal auch so, dass wir meinen, christliche Nächstenliebe sei eben typisch christlich, eine christliche Erfindung und Besonderheit, und dass wir den Angehörigen anderer Religionen so etwas gar nicht recht zutrauen. Trauen wir einem Moslem Nächstenliebe zu, einem Hindu, einem Buddhisten - echte, wahre Nächstenliebe - oder machen wir da - vielleicht unbewusst - einen Unterschied?"

(Predigt über Lukas 10,25-37 in St. Markus, Hamburg-Hoheluft am 14. September 2003)


 © Wolfgang Nein